Lehrer, Persönlichkeiten, Pioniere

Große Persönlichkeiten, Pioniere, Philosophen und Lehrer hat es immer gegeben. Wie groß ihre Bedeutung für die Welt ist, kann heute kaum mehr annähernd empfunden werden. Moderne Sportler oder Musiker dürfen problemlos verehrt werden, wenn man jedoch fortschrittliche Personen verehrt, deren Kapazitäten das herkömmliche Gewohnheitsdenken sprengen, wird dann häufig von Abhängigkeit oder Verblendung gesprochen. Viele Institutionen, die Kirche und Privatpersonen verwenden schnell das abschätzig gemeinte und Angst einflößende Wort Guru oder Sektenführer oder auch Verschwörungstheoretiker.

 

Hier werden Persönlichkeiten kurz vorgestellt, die Wichtiges in die Welt gebracht haben. Die Beschreibungen sind auf einige zentrale Aspekte aus ihrem Leben und Werk beschränkt. 

Es sind nur kleine Ausschnitte aus meinem bisherigen Blickwinkel, Teilstücke aus einem großen gesamten Bild. Ideal wäre es natürlich, wenn Personenbeschreibungen vollkommen objektiv und wirklichkeitsgetreu sind, aber es wird sich wohl immer mehr oder weniger ein subjektiver Teil hineinmischen. Bei solchen Menschen wie hier beschrieben glaube ich allerdings, dass sie die Kraft haben, ganz aus der Sache heraus, d.h. völlig objektiv, zu beschreiben.

 



"Autorität, die im Sein gründet, basiert nicht nur auf der Fähigkeit, bestimmte gesellschaftliche Funktionen zu erfüllen, sondern gleichermaßen auf der Persönlichkeit eines Menschen, der ein hohes Maß an Selbstverwirklichung und Integration erreicht hat. Ein solcher Mensch strahlt Autorität aus, ohne drohen, bestechen oder Befehle erteilen zu müssen; es handelt sich einfach um ein hochentwickeltes Individuum, das durch das, was es ist - und nicht nur, was es tut oder sagt -, demonstriert, was der Mensch sein kann. Die großen Meister des Lebens waren solche Autoritäten, und in geringerer Vollkommenheit sind sie unter Menschen aller Bildungsgrade und der verschiedensten Kulturen zu finden."

 

Häufig wird argumentiert, dass es arrogant sei zu behaupten, man habe bestimmte seelisch-geistige Zusammenhänge erkannt, wie zB Rudolf Steiner über die Menschheitsentwicklung oder Heinz Grill über die Seele oder das nachtodliche Leben. Für den Leser oder Zuhörer braucht es zuerst einfach die Disziplin, Aussagen stehen zu lassen und nicht gleich zu urteilen. Darüber hinaus braucht es auch das Bemühen, überhaupt den Erkenntnisweg, die Forschung nachvollziehen zu lernen. Wie kommen diese Menschen zu solchen Aussagen? Solch eine Frage zu stellen, wäre eine produktive Umgangsform. Erst mit eigenständiger Auseinandersetzung kann man sich wirklichkeitsgetreue Urteile erarbeiten.

 

"All diesen Denkern ging es um das Heil des Menschen, sie alle stellten die gesellschaftlich anerkannten Denkschemata in Frage. Für sie ist das Ziel des Wissens nicht die Gewissheit der "absoluten Wahrheit", deren man sicher ist, sondern der sich selbst bewahrheitende Vollzug der menschlichen Vernunft. Für den Wissenden ist Nichtwissen ebensogut wie Wissen, da beides Teile des Erkenntnisprozesses sind, wenn sich auch dieses Art von Nichtwissen von der Ignoranz der Denkfaulen unterscheidet. Das höchste Ziel der Existenzweise des Seins ist tieferes Wissen, in der Existenzweise des Habens jedoch mehr Wissen."

(beide Zitate: Erich Fromm, Haben oder Sein)